10 Gründe, Klassische Archäologie in Kiel zu studieren

1. Die inhaltliche Schwerpunktsetzung: Kulturgeschichte der Antike

Das Fach Klassische Archäologie hat die Erforschung der materiellen Hinterlassenschaften der griechischen und römischen Kulturen zum Ziel. Der zeitliche Rahmen reicht von der (Spät-) Bronzezeit (2. Jahrtausend v. Chr.) bis zur Spätantike (4./5. Jahrhundert n. Chr.). Der geographische Rahmen umfasst neben den Kerngebieten Griechenland, Italien und Kleinasien auch die an den griechisch-römischen Kulturraum angrenzenden Gebiete (von Spanien bis ans Schwarze Meer, von Großbritannien bis Nordafrika).

Im Zentrum des Studiums in Kiel steht die Auseinandersetzung mit Phänomenen der antiken Lebenswirklichkeit. Es geht beispielsweise um Fragen nach der Ausgestaltung und Nutzung von Landschaften und Siedlungsräumen, nach der Gestaltung von Stadt- und Siedlungszusammenhängen, nach dem Selbstverständnis der Menschen und der Wahrnehmung ihres Lebensraumes, nach der Realisierung und den Mechanismen visueller Kommunikation in den verschiedenen Medien oder um die Rolle von Ritualen.

 

2. Die methodische Schwerpunktsetzung: Theoriebildung und Ausbildung am Material

Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der detaillierten Analyse archäologischen Materials, die sich – bereits im BA-Studium, vor allem dann aber im MA-Studium – mit einer methodisch-theoretisch fundierten Reflexion auf archäologisch-historische Fragestellungen verbindet.

Das besondere Profil des Studienfaches an der Christian-Albrechts- Universität zu Kiel wird geprägt durch die Antikensammlung, die dem Institut zugeordnet und in der Kunsthalle zu Kiel beheimatet ist. Anhand der Originale und Gipsabgüsse dieser Sammlung lernen die Studierenden vom ersten Semester an den direkten wissenschaftlichen Umgang mit antiken Denkmälern. Die Materialkenntnis wird durch regelmäßige Exkursionen vertieft, die im Rahmen des BA-Studiums Pflicht sind, im Rahmen des MA-Studiums als Wahlpflicht vorgesehen sind.

 

3. Intensive Betreuung der Studierenden: kleine Gruppengrößen und Tutorien

Die Klassische Archäologie in Kiel ist an der Philospohischen Fakultät eines der kleineren Fächer. Dies führt zu überschaubaren Lerngruppen, einem guten Zusammengehörigkeitsgefühl, einem sehr direkten Kontakt mit den Dozenten und einer individuellen Betreuung. 

Im Studienverlauf ist zusätzlich zum normalen Lehrbetrieb auch eine Anleitung der Studienanfänger durch fortgeschrittene Studierende vorgesehen: So wird das Grundlagenmodul A im BA-Studiengang durch ein Pflichttutorium begleitet, das zentrale Inhalte des Archäologiestudiums vertieft. Weitere Tutorien zum wissenschaftlichen Arbeiten im Fach Klassische Archäologie werden fakultativ angeboten.

 

4. Exzellente Ausstattung der Bibliothek

Archäologische Fachbücher wurden in Kiel bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts erworben. Seit der Gründung eines eigenständigen Instituts im Jahre 1895 werden die Bestände kontinuierlich und systematisch erweitert. Heute umfasst die Bibliothek der Klassischen Archäologie ca. 25.000 Bände. Eine Ergänzung bieten die Fachbestände (Abteilung arc) an der Universitätsbibliothek. Damit gehört die Bliothek zu einer der best ausgestatteten klassisch-archäologischen Universitätsbibliotheken in Deutschland.

Die besondere Qualität der Bibliothek am Archäologischen Institut macht ihr umfangreicher Bestand an Tafelwerken des 19. und frühen 20. Jahrhunderts aus. Sie sind ein unverzichtbares Forschungsinstrument etwa zu den klassischen Ausgrabungsstätten oder bestimmten Denkmälergattungen, aber auch zu wissenschaftsgeschichtlichen Fragestellungen.

Alle Bücher sind im OPAC der CAU Kiel verzeichnet.

 

5. Praxisnahes Studium

Das besondere Profil des Studienfaches an der Christian-Albrechts- Universität zu Kiel wird geprägt durch die Antikensammlung, die dem Institut zugeordnet und in der Kunsthalle zu Kiel beheimatet ist. Anhand der Originale und Gipsabgüsse dieser Sammlung lernen die Studierenden vom ersten Semester an den direkten wissenschaftlichen Umgang mit antiken Denkmälern. Eine besonders intensive Auseinandersetzung mit der Sammlung ist im BA-Studiengang im Rahmen von Praxismodul  PHF-klar-F vorgesehen. Hier ist eine Museumsübung vorgesehen, in deren Rahmen Formen musealer Dokumentation und Vermittlung praktisch eingeübt werden. Darüber hinaus ist in diesem Modul ein vierwöchiges Praktikum an einer für Klassische Archäologen berufsrelevanten Einrichtung vorgesehen. Auch im Masterstudium ist im Rahmen des Praxismoduls PHF-klar-M ein großer praktischer  Anteil vorgesehen, der Museumsdidaktik, Tutorentätigkeit, Ausgrabung, ein Praktikum oder auch die Teilnahme an einer Exkursion ausmachen kann.

 

6. Austauschprogramme: Erasmus+ und PONS

Das akademische Austauschprogramm Erasmus+ ermöglicht einen unkomplizierten und finanziell unterstützten Auslandsaufenthalt an europäischen Partnerinstituten. Die Klassische Archäologie hat mit Universitäten in Rom (Italien) und Thessaloniki (Griechenland) einen Austausch vereinbart: Weiterhin kann, je nach Verfügbarkeit, auch ein Austausch über das Institut für Altertumskunde erfolgen, das u.a. Erasmuskooperationen mit Zaragoza (Spanien), Innsbruck (Österreich) und Florenz (Italien) unterhält.

Weitere Informationen zum Auslandsstudium finden Sie hier.

PONS ist ein innerdeutscher Zusammenschluss mehrerer Institute der Klassischen Archäologie. Ziel des Projektes ist die Erleichterung und Förderung eines nationalen Studierendenaustausches während des BA- oder MA-Studiums.

Weitere Informationen zu PONS finden Sie hier.

 

7. Erwerb des Studienzertifikats Asien-Afrika-Studien

Als zusätzliche Qualifikation können an der CAU Kiel im Rahmen der Fachergänzung Lehrveranstaltungen des Zentrums für Asiatische und Afrikanische Studien (ZAAS) belegt werden. Das Zentrum ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen unterschiedlichster fachlicher Zugehörigkeit, die zu Asien und Afrika arbeiten. Die angebotenen Kurse vermitteln sowohl Kenntnisse über außereuropäische Kulturen als auch interkulturelle Kompetenzen, z.B. Sprachen, die die Studierenden im Alltag nutzbar machen können. Die erfolgreiche Absolvierung von 20 LP aus dem Angebot des ZAAS wird mit einem zusätzlichen Studienzertifikat am Ende des Studiums bescheinigt und gibt so die Möglichkeit, zusätzlich zu den eigenen Fächern einen weiteren Schwerpunkt auszubilden.

 

8. Studium von zwei gleichwertigen Fächern (Zweifächerstudium) mit einer großen Zahl an Kombinationsmöglichkeiten (Fächerauswahl)

Das Zweifächerstudium ermöglicht es, Klassische Archäologie sowohl im Bachelor als auch im Master mit einem weiteren Hauptfach zu kombinieren. Dieses kann aus einer Vielzahl unterschiedlicher Disziplinen frei gewählt werden. Neben den klassisch-altertumswissenschaftlichen Fächern Griechische und Lateinische Philologie sind dies beispielsweise Geschichte (inklusive Alter Geschichte), Ur- und Frühgeschichte, Kunstgeschichte oder Europäische Ethnologie/Volkskunde. Eine komplette Liste der möglichen Fächerkombinationen finden Sie hier). So haben Studierende die Möglichkeit, gemäß ihren eigenen Interessen ein individuelles Profil zu entwickeln.

 

9. Prüfungsleistungen auf Englisch

Ausländische Studierende, gerade auch Studierende, die über einen Erasmus-Austausch nach Kiel gekommen sind, können Prüfungsleistungen in der Klassischen Archäologie auch auf Englisch absolvieren. Nach Absprache mit den jeweiligen Lehrenden können zudem ggf. auch Prüfungen in anderen europäischen Sprachen abgelegt werden. Die Unterrichtssprache ist aber in aller Regel Deutsch.

 

10. Studieren am Meer

„...blickend auf das weinrote Meer...“ (Homer). Leben und studieren am Meer – dies ist ein Stück Lebensqualität, das nur sehr wenige deutsche Universitätsstädte ihren Studierenden bieten können. Selbst zu Fuß sind es nur gute 20 Minuten von unserer Bibliothek zur Ostsee, und der größte und beliebteste Badestrand Kiels ist mit dem Bus schnell und bequem zu erreichen.