1. Die inhaltliche Schwerpunktsetzung: Kulturgeschichte der Antike

LebenswirklichkeitDas Fach Klassische Archäologie hat die Erforschung der materiellen Hinterlassenschaften der griechischen und römischen Kulturen zum Ziel. Der zeitliche Rahmen reicht von der (Spät-) Bronzezeit (2. Jahrtausend v. Chr.) bis zur Spätantike (4./5. Jahrhundert n. Chr.).

Der geographische Rahmen umfasst neben den Kerngebieten Griechenland, Italien und Kleinasien auch die an den griechisch-römischen Kulturraum angrenzenden Gebiete (von Spanien bis ans Schwarze Meer, von Großbritannien bis Nordafrika).

Im Zentrum des Studiums in Kiel steht die Auseinandersetzung mit Städten und ihren Bildern. Dabei geht es einerseits um Fragen nach der Ausgestaltung, Nutzung und Wahrnehmung von Städten und ihren zugehörigen Siedlungsräumen, andererseits nach der ästhetischen und kommunikativen Funktion von Bildern und Ornamenten. Für beide Aspekte - Stadt und Bild - sind unterschiedliche Handlungs- und Wahrnehmungszusammenhänge (etwa Gelage oder Ritual), verschiedene Materialitäten (Gebäude aus Stein oder Ziegel, Gefäße aus Keramik oder Metall) und auch Medien (etwa Architektur, Münzen oder Statuen) von Bedeutung.