Der Gentleman und die Antike - Die Aneignung der Antike im englischen Landsitz des 18. Jahrhunderts

Stowe,Buckinghamshire: The Tempel of Ancient Virtue von William Kent
Stowe,Buckinghamshire: The Tempel of Ancient Virtue von William Kent.


Die zentrale Rolle der griechischen und römischen Antike als identitätsstiftender Faktor in der Herausbildung der englischen ‚Gentleman-Gesellschaft’ des 18. Jahrhunderts und die verschiedenen Formen der Vergegenwärtigung und künstlerischen Manifestation der Antike im konkreten historischen Rahmen zwischen der Glorious Revolution (1688/89) und dem Victorianischen Zeitalter sind Gegenstand dieser Studie und sollen in einer Buchpublikation niedergelegt werden. hier weiterlesen

Intention ist es, die verschiedenen Ausdrucksformen der Präsentation von antiken Sammlungsstücken sowie der Antikenimagination, der Antikenrekonstruktion und der Antikennachbildung im englischen Landsitz (Architektur des Country House, Gartenarchitektur, Innenarchitektur und Ausstattung usw.) als Bestandteil der Gestaltung einer von der landbesitzenden Oberschicht geprägten parlamentarisch verfaßten Gesellschaft und als Zeugnisse der sich verändernden Vergangenheitsvorstellungen in der englischen Kultur des 18. Jhs. zu betrachten. (J. Raeder)

Literatur (vorbereitende Arbeiten)

J. Raeder, The Experience of the Past: Zur Vergegenwärtigung der Antike im englischen Landsitz des 18. Jhs. in: Antikensammlungen des europäischen Adels im 18. Jh. Int. Kolloquium Düsseldorf 1996 (2000) 99ff.

ders., Die antiken Skulpturen in Petworth House (2000).