Münzen als Medium der Herrschaftskommunikation von Kleinkönigen im hellenistischen Osten

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Münzen & Medaillen GmbH Auktion 30 (28.05.2009), Lot 1077


Die Frage nach Formen und Möglichkeiten der Kommunikation von Herrschaft ist mitunter besonders dann relevant, wenn die tatsächliche Machtfülle der Akteure gering ist. Im Gebiet Kleinasiens und des hellenistischen Ostens traten im 3. und 2. Jh. v. Chr. viele solche formell zwar eigenständigen Königreiche in Erscheinung, die ihre Existenz jedoch gegenüber größeren Mächten behaupten mussten.
Die Untersuchung umfasst eine Sammlung, (Neu-)Klassifizierung und Reevaluierung aller monarchischen und pseudo-autonomen Münztypen der Königreiche Kappadokien, Pontos (inkl. Regnum Bosporanum), Armenien und Kommagene. Auf dieser Basis und im Vergleich zu den Münzprägungen angrenzender Großmächte wird anschließend die Frage nach legitimierenden und identitätsstiftenden Kommunikationsstrategien gestellt. Besondere Berücksichtigung erfährt dabei die nominalspezifische Unterscheidung von Kontexten und Rezipientengruppen, durch die der enge Zusammenhang von Text, Bild und Bildträger auf antiken Kommunikationsmedien zur Geltung kommt.