Die Landwirtschaftsanlagen römischer villae rusticae in Mittelitalien vom 2. Jh. vor Chr. bis 2. Jh. nach Chr.

Hafenstädte
Lagerhof mit Dolia in der Villa di Villa Regina, BoscorealeAlMare|Wikimedia Commons

 

Die villa stellt das römische Instrument zur Besiedlung und wirtschaftlichen Erschließung der ländlichen Areale der italischen Halbinsel dar. Die modern als villae rusticae bezeichneten, spezialisierten Landgüter für den markorientierten Anbau und die Verarbeitung von Wein, Oliven, Getreide und für die Viehzucht bildeten dabei einen zentralen Grundbaustein der römischen Wirtschaft.

Das Projekt untersucht die Wirtschaftsräume und -anlagen römischer Landgüter auf der Apenninhalbinsel von der Späten Republik bis in die hohe Kaiserzeit. Aus Gründen der archäologischen Fassbarkeit ist die Untersuchung dabei auf die Anlagen der Wein-, Öl- und Getreideproduktion bzw. -verarbeitung fokussiert. Die Arbeit analysiert zum einen, welche technischen und baulichen Lösungen für die verarbeitenden Installationen (z.B. Pressenräume oder Backhäuser) und die Lagereinrichtungen eingesetzt wurden. Anhand der Gliederung der Anlagen untereinander und innerhalb des Villengebäudes wird zum anderen auch ihre Rolle bei der Planung der Villengebäude untersucht. Das Augenmerk der Arbeit gilt dabei im Besonderen der Erforschung geographisch unterschiedlicher Entwicklungen in der  Konstruktion der Landwirtschaftsanlagen.