NUMiD - Neue Wege für alte Münzen (Bendschus)

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© "[NUMiD] Geschichte prägen / Werte bewahren". Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung


Die Kieler Antikensammlung verfügt über eine Sammlung von ca. 750 antiken Münzen, die teils bis zu Stiftungen durch König Christian VIII. (1786–1848) zurückverfolgt werden können. Nicht nur sind diese Stücke bislang unpubliziert, auch die Geschichte der Sammlung ist weitgehend unerschlossen.

Im Rahmen des Forschungs- und Digitalisierungsverbundes „Netzwerk universitärer Münzsammlungen in Deutschland“ (NUMiD) werden diese Münzbestände nun grundlegend dokumentiert, analysiert und als moderner interaktiver Objektkatalog online zugänglich gemacht. Dabei werden Studierende der Klassischen Archäologie die Möglichkeit haben, sich unter Betreuung unmittelbar und vollgültig am gesamten wissenschaftlichen Prozess zu beteiligen – angefangen bei der Bestimmung und Katalogisierung sowie Fotographie mit einer speziellen Reprostation, über die Anwendung fachspezifischer Analyse- und Interpretationsmethoden bis hin zur musealen Aufbereitung und zeitgemäßen digitalen Publikation. Sie durchlaufen die akademische Erschließung einer Materialgruppe antiker Originalobjekte exemplarisch in allen Phasen und üben elementare Kompetenzen für vielfältige archäologische und kuratorische Berufsfelder ein.

Das Ziel ist die Erstellung eines interaktiven Münzkatalogs im zeitgemäßen Responsive Design, der Forschung, Lehre und Öffentlichkeit nachhaltig frei zur Verfügung steht. Die Katalogbeiträge darin bilden für die Studierenden erste wissenschaftliche Publikationen, die durch Schnittstellen mit dem OCRE-Projekt der American Numismatic Society, die Verknüpfung im speziell für das Berliner Münzkabinett entwickelten mk_edit-Datenbanksystem und die Einbindung ins LinkedOpenData-Projekt von nomisma.org gleichrangig mit Forschungsportalen renommierter Sammlungen (z. B. London, Oxford, Paris) vernetzt und weltweit sichtbar sind. Erste Kataloge anderer universitärer Einrichtungen sind bereits unter www.numid-verbund.de einsehbar.