Darstellungen des Fremden in der griechischen und römischen Kunst (Feige)

Nillandschaft
NillandschaftAd Meskens / Wikimedia Commons


Die antiken Kulturen des Mittelmeerraumes standen während ihrer gesamten Geschichte durch Handel, aber auch bewaffnete Konflikte in engem Kontakt zu einander. Dies gilt besonders für das Imperium Romanum, das unterschiedlichste Kulturkreise in einem einzigen Staatsgebilde von Ägypten bis zu den Britischen Inseln vereinte. Im Projekt soll untersucht werden, wie sich die Kontakte mit Menschen eines anderen kulturellen und ethnischen Hintergrundes in der Bilderwelt der griechischen und römischen Zeit niederschlugen. Schwerpunkte der Analyse bilden neben den Themen und Motiven auch die Gattungen und Kontexte, in denen Darstellungen von Menschen anderer Kultur und Ethnien archäologisch zu erfassen sind.
Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse in Europa im Zusammenhang mit der sog. Flüchtlingskrise stellt sich in diesem Zusammenhang auch die Frage, in wie weit und in welcher Form in den Bildern dabei rassistische Tendenzen erkennbar werden. Wie stellt sich in den Befunden etwa das Verhältnis zwischen Darstellungen mit positiver oder negativer Konnotation dar? Nach Möglichkeit soll anhand der diachronen Entwicklung der Themen, Motive und Kontexte ein Einblick in die Veränderung der gesellschaftlichen Wahrnehmung einzelner Kulturen und Menschengruppen gewonnen werden.