Ergebnisse der ersten Projektphase (2010-2013)

Die Arbeiten sind von 2010 bis 2013 in vier regulären Ausgrabungskampagnen durchgeführt worden. In diesem Zeitraum war das Projekt am Institut für Klassische Archäologie der Universität Leipzig angesiedelt. Die Feldforschungen wurden 2010 von der Fritz-Thyssen-Stiftung und von 2011-2013 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Die Aufgabe der ersten Projektphase lag darin, den Grundriss (Abb. 1) der Anlage zu dokumentieren und die Errichtungsphasen chronologisch einzuordnen.

Zwei Studenten und eine Tasse Kaffee

Die Villa Metro Anagnia wurde im 3. Jh. v. Chr. errichtet und bestand ursprünglich aus einem Gebäudekomplex mit einem Hofhaus im Osten und einem kleineren Nebengebäude im Westen. Die Villa wurde als landwirtschaftlicher Betrieb für die Verarbeitung von Wein und Öl genutzt. Im 1. Jh. v. Chr. ist die Anlage erweitert worden: u.a. wurde im Südwesten ein großes Gartenperistyl hinzugefügt (Abb. 2: Dokumentation der Südmauer, Bauphase 2).

Zwei Studenten und eine Tasse Kaffee

In frühen 1. Jh. n. Chr. ist die Villa dann vollständig zerstört worden. Die Ausgrabungen konnten den Schutt dieser Zerstörungsphase umfassend dokumentieren (Abb. 3: Zerstörungsschutt). Anschließend wurde die Villa in einem neuen Grundriss wieder aufgebaut, der nicht im Detail rekonstruiert werden kann.

Zwei Studenten und eine Tasse Kaffee