Ausstattung, Chronologie und räumliche Einbindung kaiserzeitlicher Thermalbäder in der Mikroregion von Pergamon am Beispiel der Kleopatra Ilıca

Copyright: Archiv DAI-Pergamongrabung (Photo: B. Ludwig)

Pergamon, Kleopatra IlıcaAbbildung: Archiv DAI-Pergamongrabung (Photo: B. Ludwig)

 

Das Phänomen ländlicher Badekultur der römischen Kaiserzeit ist mittelmeerweit bislang nur in Ansätzen bekannt, obwohl es sich um ein wichtiges Element der römischen Otium-Kultur und des Medizinwesens handelt. Anhand der archäologischen, bauhistorischen und archäohydrologischen Untersuchung der Kleopatra Ilıca im Suburbium Pergamons können grundlegende Fragen zur Chronologie, Bautypologie, Ausstattung und zur Einbindung eines Thermalbads in den natürlichen und sozialen Raum erschlossen werden. Die dabei erzielten Ergebnisse sind sowohl für das Verständnis der Mikroregion Pergamon als auch für die Beschäftigung mit dem bislang kaum untersuchten Feld des ländlichen Badewesens von großer Bedeutung. Das besondere Innovationspotential des Projekts besteht neben der thematischen Ausrichtung in der engen Zusammenarbeit von Archäologen, Bauforschern, Archäohydrologen und Geophysikern, durch die das Methodenspektrum gemeinsam weiterentwickelt werden kann. Die ersten Arbeiten vor Ort sind für den Sommer 2018 geplant.

Projektpartner:

Dr.-Ing. Katja Piesker (Wissenschaftliche Direktorin der Abteilung Istanbul) Link

Prof. Dr. Wolfgang Rabbel (Institut für Geowissenschaften der CAU Kiel) Link

Dr.-Ing. Kai Wellbrock (Fachbereich Bauwesen der FH Lübeck) Link

Förderung:

Gerda Henkel-Stiftung