ERC Grant DECOR

Decorative Prinzipien der späten Republik und frühen Kaiserzeit in Italien

Teilprojekte

Bildbeschreibung Projekt 1, noch einzufügen

Decorative principles in Roman houses

Bildbeschreibung Projekt 2, noch einzufügen

Bild und Ornament auf Kleinfunden
der Insula di Menandro in Pompeji

Bildbeschreibung Projekt 3, noch einzufügen

Die Insula IX,5 in Pompeji als Kontext decorativer Systeme

Bildbeschreibung Projekt42, noch einzufügen

Decorative Prinzipien im sakralen Raum

Bildbeschreibung Projekt 5, noch einzufügen

Hauptstraßen als decorativ gestaltete Funktionsräume

Ziel des Projektes ist es, die decorativen Prinzipien, die in Italien zwischen der späten Republik (dem ausgehenden 2. Jh. v.Chr.) und dem Ende der frühen Kaiserzeit (dem späten 1. Jh. n.Chr.) wirksam werden, einer systematischen Analyse zu unterziehen. Im Rahmen des Projektes werden erstmals nicht nur einzelne Decorphänomene isoliert, sondern in ihrem Wirkungszusammenhang untersucht.

Fünf Teilprojekte in drei unterschiedlichen Kontexten

Dieser Ansatz soll dabei für unterschiedliche räumliche Kontexte verfolgt werden:

  1. Häuser (Teilprojekte 1 - 3)
  2. Heiligtümer (Teilprojekt 4)
  3. Hauptstraßen (Teilprojekt 5)
     

Damit wird es erstmals möglich, die Veränderungen decorativer Prinzipien im Vergleich unterschiedlicher räumlich-funktionaler Kontexte zu analysieren.

Zu diskutierende Fragen

Vor diesem Hintergrund verfolgt das Projekt vier zentrale Fragestellungen:

  1. Wie lässt sich das Zusammenwirken einzelner Decorelemente in geschlossenen Räumen sowie für offene urbane Räume methodisch beschreiben? Hier ist danach zu fragen, wie Decorformen auf einer formalen, aber auch auf einer inhaltlich-semantischen Ebene zusammenwirken, um spezifische Atmosphären zu entwerfen.
  2. Wie lässt sich der Zusammenhang von Decor und Raumnutzung beschreiben?
  3. Besitzen decorative Prinzipien einen sozialen Sinn? Gibt es Decorformen, die von bestimmten sozialen Gruppen oder für bestimmte räumliche Kontexte bevorzugt oder gar exklusiv verwendet werden?
  4. Wie lassen sich Gestaltensembles als zeittypische Geschmacksäußerung beschreiben?

Dieser Zugriff soll es erlauben, die Decorformen in Abhängigkeit von ihrem jeweiligen Funktionszusammenhang in ihrer räumlichen, chronologischen und auch sozialen Spezifik zu analysieren. Bei dem Projekt handelt es sich damit einerseits um eine Pilotstudie zur Methodik einer umfassenden Analyse von Bildräumen. Zugleich stellt das Projekt einen grundlegenden Beitrag zum Verständnis der visuellen Kultur zwischen später Republik und früher Kaiserzeit dar.

Projektleitung

Prof. Dr. Annette Haug