ERC Grant DECOR

Teilprojekt 1c: Marble use in domestic settings

Fresco in der Domus Aurea in Rom
Casa di Championet, Pompeii                 

 

Das Projekt untersucht den Einsatz von Marmor als Decor-Element in Häusern der frühen Kaiserzeit. Dabei geht das Projekt über Fragen von Handel und schierem Gebrauch hinaus und analysiert, wie Steine mit hohem Decor-Wert mit anderen Materialien wie Wandmalerei und Holz in einem spezifischen architektonischen und decorativen Setting interagieren. Auf dieser Weise kommt in den Blick, wie Marmor an Wänden und Böden die visuelle Sprache eines Raumes organisiert hat. Dies schließt die Frage mit ein, welche Rolle Marmor als Luxusmaterial im Verhältnis zu anderen Elementen häuslicher Austattung/Dekoration gespielt hat und ob sich die Extravaganz, die diesem Material von antiken Autoren bescheinigt wird, bestätigt.

 

Das besondere Augenmerk wird der kontextuellen Verortung von Marmor gelten: der Lage von mit Marmor ausgestatteten Räumen innerhalb eines Hauses (gestaltete Außenräume wie Peristyle und Gartentriklinien einschließend) sowie die Platzierung von Marmor-Elementen im Rauminneren – etwa im Hinblick auf Bewegungsformen und Licht (Fenster und Türenöffnungen). Die Fallstudien werden sich auf spezifische ästhetische Strategien konzentrieren, die innerhalb einzelner Räume oder mehrerer Räume innerhalb desselben Hauses verwendet wurden, um zu verstehen, wie Marmor neben und/oder anstelle anderer Materialien verwendet wurde, um sowohl funktionale als auch sensorisch lebendige Räume zu schaffen. Dies wird zu einem umfassenderen Verständnis führen, wie Marmor verwendet wurde, um die Handlungen und Aktivitäten in einem Raum aufzuwerten. Dies erschließt uns einen Zugriff auf ästhetische Entscheidungen im häuslichen Kontext.